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Neue Musik im Stream – Playlist Update 13.09.

Geschrieben am 13. September 2018 von Michel Mertens

Neue Musik

Diese Woche sind so einige “kommerzielle” Künstler auf der Playlist gelandet. Doch das heißt nicht, dass sich der Sound bei uns ändert. Nein!

Es ist ein Zeichen dafür, dass der Soul doch gelegentlich auch im Mainstream anklopft und das ist jederzeit unterstützenswert.

Oben drauf bekommt ihr die aktuellste Playlist-Update-Show.

 

James Vickery – Tonight (Interlude)

London ist eine fruchtbare Stadt, was die Musikwelt anbelangt. Zahlreiche Musiker und Sänger warten auf den Durchbruch und produzieren schon in frühen Stadien tolle Musik, auch Süd-London hat sich auf der Karte etabliert. Neben Tom Misch gibt’s dort aufstrebende Künstler wie James Vickery.

2016 hat er zum ersten Mal mit der Single “Epiphany” an der Karrieretür angeklopft. Darauf folgte eine EP . Jetzt hat der 22-jährige seit Ende August die “Until Morning” EP draußen, die vier Song beinhaltet.

“Tonight (Interlude)” wurde von Jafunk produziert. Eine tolle Nummer, die sich langsam im Intro aufbaut und mit James Gesang und einem knackigen Beat losbricht. Leider ist der Track einfach zu kurz.

Auf der EP haben sich weitere Produzenten wie z.B.  Joe Hertz ausgetobt.

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Will Sessions feat. Amp Fiddler & Dames Brown – Rendezvous

Hier trifft die volle musikalisch Schlagkraft Detroits auf unser Ohr.

Beim Namen Will Sessions geht man von einem Künstler aus aber es handelt sich um eine ganze Band aus Motown City. Dort sind sie allseits als DIE Live Band bekannt.

Zahlreiche bekannte Musiker sind von ihnen begeistert. Ob Black Milk, Mayer Hawthorne, Slum Village, KRS-One, Jeremy Ellis oder Toots & The Maytals u.v.m., alle haben mit ihnen zusammengearbeitet.

Bei dieser Nummer bekommen sie von der Funkadelic/Parliament Legende Amp Fiddler Unterstützung, der mit Will Sessions schon so einige Tracks aufgenommen hat, die man bei Bandcamp kaufen kann.

Damit die volle Power auch auf der weiblichen Seite ausgeschöpft ist, haben sie drei Mädels aus der Nähe von Detroit rangekarrt. Dames Brown kommen aus Livon, Minnesota und haben ihre Liebe an Gospel, Funk, Disco und den heissen Soul-Scheiß verloren. Ihr kennt sie bereits aus unserem Stream.

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Sigala & Ella Eyre & Meghan Trainor feat. French Montana – Just Got Paid

Sigala Sound ist positiv, knackig, tanzbar und eine Mischung aus Piano House und Tropical Sounds. Mit einem offiziell abgesegneten Sample der Jackson 5 (“ABC”) feierte er 2015 bereits mit seiner ersten Single “Easy Love” seinen Durchbruch.

Der 25 jährige Bruce Fielder begann mit acht auf dem Piano rumzuklimpern, war später auf der Universität von Westminster, wo er den Bachelor-Abschluss in kommerzieller Musik machte.

Nach dem Studium war er bei einigen nicht erfolgreichen Bands, bis er dann Songwriter und Produzent für andere Künstler wurde. Schon damals schrieb er an einer Nummer von Ella Eyre und Sigma mit.

Jetzt schliesst sich der Kreis. Sein Debüt-Album “Brighter Days” erscheint am 28. September und die neue VÖ aus der LP ist mit Ella Eyre, die bereits mit einigen Tracks aus ihrem ersten Album bei uns vertreten ist.

Also ob diese tolle Stimme nicht schon reichen würde, gibt es noch Meghan Trainor oben drauf und French Montana steuert einen Rap-Part bei. Ach, ja. Vergessen wir nicht die Funky Guitar, die Nile Rodgers von Chic beisteuert.

Fette groovy Nummer und kommt mir nicht mit Kommerz. Lange Zeit haben wir uns beschwert, dass die Musik zu plastisch klingt und jetzt tauchen vermehrt wieder funky Sounds auf, das ist wirklich toll!

Also unterstützen wir das!

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Nile Rodgers & Chic feat. Craig David & Stefflon Don – Sober

Wenn wir schon bei Nile sind, dann können wir uns nicht nur über die neue Single freuen, sondern auch auf das neue Album von ihm und Chic, das nun endlich am 28. September erscheinen wird.

10 Songs wird es enthalten, 2 haben wir bereits im Stream und auf der Playlist, Kollaborationen mit NAO, LunchMoney Lewis, Elton John, Emeli Sandé und Lady Gaga warten auf uns. Ich bin gespannt.

Die aktuelle Nummer ist schon mal stark New Jack Swing beeinflusst, sicherlich hat da Bruno Mars mit seinem Song “Finesse” für ein Revival gesorgt.

Das passende Feature hat Nile in Craig David (90er Kind) und der britischen Rapperin Stefflon Don gefunden. Sie ist kein unbeschriebenes Blatt, arbeitete u.a. mit Jax Jones, Demi Lovato  und French Montana zusammen. Sie ist in Holland aufgewachsen, bis dann ihre Familie nach London zog.

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Silk City, Dua Lipa feat. Diplo & Mark Ronson – Electricity

Da ist sie, die dritte Single von Mark Ronsons und Diplos neuem Disco/House Projekt Silk City. Uns soll ein ganzes Album mit diesen Sounds erwarten und ich bin ziemlich gespannt, was die beiden noch soundmäßig in der Glitzerwelt des 4/4 Beats veranstalten werden.

“Electricity” hat meines Erachtens alles, was ein guter House Track beinhalten muss, der auch im Radio gut ankommen könnte.

Fetter Club Beat – Check!

Sehr gute Sängerin – Check!

Piano im House (I LIKE!) – Check!

Hinzu kommt ein überraschendes Soul Break Ende mit Motown Gitarre, das mich beim ersten Mal in diesen Track verlieben ließ.

Ich würde mir wünschen, dass dieser Soul Gitarren Part im Break wie auch am Ende als Remix veröffentlicht werden würde. Solange feiere ich diesen Version natürlich weiter.

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Amber Mark feat. DRAM – Put You On

Ich kann mich noch gut erinnern, wie ich vor einem Jahr mich darüber beschwerte, dass der 90s RnB Sound nicht mehr produziert wird. Der Output war wirklich kaum vorhanden. Schaue ich mir nun die letzten Wochen in 2018 an, muss ich konstatieren, es passiert ordentlich was im Untergrund. Der Sound kommt zurück und es wabert.

Amber Marks neue Single “Put You On” erinnert stark an die 90er Zeit mit SWV, Zhané oder En Vogue. Vor allem ist sie mit ihrer Musik ein gern gesehener Gast auf unserer Seite und im Programm.

Eine tolle tiefe Stimme trifft auf 90s Beats und einen entspannten Flow. Mit dabei ist der Rapper DRAM (ein Akronym für “Does Real Ass Music). Er wurde übrigens in München geboren, lebt aber seit seinem ersten Lebensjahr in den Staaten.

Übrigens ist die Wahl New Yorkerin, die mit ihrer Mutter zeitweise in Berlin gelebt hat, im Oktober auch in Deutschland zu sehen. Sie ist der Leon Bridges’ Support Act.

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Cornell C.C. Carter – Badeyah

An diesem Ohrwurm ist mein Kollege André Fossen schuld. In seiner Nu-Soul-Lounge (immer freitags ab 19 Uhr) hat er “Badeyah” vorgestellt und ich war im 70s/80s Sound sofort gefangen. Der Song ist eine tolle Komposition und Soulful Partynummer.

Eine Frage aber haben wir alle: Wer ist Cornell C.C. Carter?

Für den Mainstream ist er ein No Name, für die Soulszene (vor allem in den Staaten) ist er seit 3 Jahren ein feste Größe. Seitdem hat er drei Alben veröffentlicht und sich seinen Ruf und Sound erarbeitet. Er tourt viel, sieht einige Bühnen weltweit. Doch der Grund, weshalb er angefangen hat zu singen, ist ein trauriger. Sein Bruder verstarb nach einem Autounfall und war selbst ambitionierter und begandeter Sänger. In Gedenken an ihn beschloss Cornell seine Karriere durchzustarten.

Ob Soul, Funk oder auch House, sein Spektrum ist weit gegliedert aber immer soulful und black. Er hatte die Ehre als Opening Act für James Brown und Ray Charles aufzutreten, das lässt sich aber noch um The Whispers, The Temptations, Natalie Cole und Kool & The Gang erweitern. Er war Mitglied der Narada Michael Walden Band und ist ein gefragter Session und Background Sänger.

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VSK – An Alle MCees Da Draußen / Dein Traum Wird Wahr (Hahaha) / Schönen Guten Tag / One Love

VSK feat. Princess P – Hey Du

Die Presse hat sie als die Retter des deutschen Hip Hops bezeichnet. Ok, das ist eher ironisch gemeint. Das Verbale Style Kollektiv ist eine Mega-Truppe, die K.I.Z. 2013 als Seitenprojekt gegründet haben. Dazu holten sie Doktor Podwich, Masta Maik, MC Bleistift, Fanta Yokai und DJ Ratzefummel.

Die K.I.Z. Jungs nennen sich MC Schreibmaschine, Streichholz MC und Flowbodda.

Laut eigener Aussagen fühlen sie sich berufen den Hip Hop Karren aus dem Dreck zu ziehen, wo doch alles zu Plastik-Pop verkommen ist.

Trotz aller Ironie und Witz, merkt man die Liebe zum Detail der Golden Ära an. Dicke Beats, coole Samples und fette Ryhmes machen das komplette Album “Wo die wilden Kerle flowen” zu einem Lichtblick in der heutigen Musikwelt.

Vielleicht ist die LP ein Impuls für andere Künstler mal wieder dem Old School Sound Tribut zu zollen und die MPCs zu entstauben.

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Projekt Manager, Redakteur und DJ Shake!FM
Er ist Musikfan und liebt Funky Sounds aus vielen Genres. In seiner Freizeit unternimmt er viele Städtetrips mit seiner Frau, ist leidenschaftlicher Binge-Gucker und hat die Liebe zum Auflegen wieder gefunden.
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