SHAKE!FM

Hajo Ruh (DJ H-yo)

Von Michel Mertens


Was ich bei Shake!FM mache: DJ (Shake!FM „Flashmixbeauftragter“)


Dabei seit: August 2021


Moin zusammen, hier meldet sich ein weiteres Nordlicht der Shake!FM Connection. Vielleicht sogar noch nördlicher als Jan Bastick, aber das Thema wird ein anderes Mal bei einem Dancebattle ausgestanzt 😉

Hajo Ruh mit Shake!FM T-Shirt
Hajo Ruh

Der erste Flash: Mal gucken, ob ich das alles noch zusammenbekomme: 1981 in Kiel geboren (das war leicht), bekam ich 1988 im zarten Alter von 7 Jahren, durch den Einfluss meiner Schwester, meine erste Disco Erfahrung. Sie kannte den DJ im damaligen „Flohmarkt“, derzeitig ein Hip Hop Club in Kiel. Durch diese Connection durfte ich eines Abends tatsächlich mal mit in die Disco. Zwar nur kurz, aber für mich nicht weniger intensiv. Dieser Abend hat mich dermaßen geflasht, dass ich unbedingt wieder in die Disco wollte. Das stellte sich jedoch schwerer heraus als gedacht, irgendwie nahmen die Türsteher ihren Job damals ernster als heutzutage. Eine Lösung musste her! Zack wurde die bläulich schimmernde Blumenlampe meiner Mutter zur neuen Disco Beleuchtung in meinem Kinderzimmer. Irgendwann kam dann eine echte Lichtorgel, ein Stroboskop und eine Nebelmaschine zum Einsatz. Das muss 1990 gewesen sein. Das weiss ich, weil in meinem Tapedeck die Kassette von Vanilla Ice rauf und runter lief. Mit diversen kleinen Jugenddiscos und immer aufwändigeren technischen Arrangements brachte ich meine Eltern durch nächtliche Technik-Liefereinsätze zur Verzweiflung. Das ging dann einige Jahre so weiter, bis sich 1995 ein neuer Weg in eine Disco auf tat. Die Kieler Tanzschule Ströhemann-Brinck. Dort war es mittels eines Tanzausweises möglich an der samstäglichen Disco von 20-24 Uhr teil zu nehmen, was ich natürlich auch tat. Die Tanzschuldisco war ein absolutes Muss! Technisch war das nicht nur eine Tanzschule, das „Ströh“ konnte sich mit seiner Lasershow und dem riesigen Tanzsaal für bis zu 1200 Personen mühelos mit den Großraumdiscotheken der großen Städte messen.

Meine Chance und der zweite Flash: Wegen einer defekten Lautsprecherbox suchte ich Anfang der 90er professionellen Rat beim örtlichen Lautsprecherhändler (ja, so etwas gab es wirklich). Dort traf ich auf Udo, ich kannte ihn bereits aus dem „Ströh“, er war dort einer der Resident DJs. Natürlich erzählte ich ihm von meinem Hobby und er lud mich ein mal hinter den DJ Counter zu schauen, was ich natürlich pünktlich zum Einlass bei der nächsten Disco tat. Es verging ca. ein Jahr in dem ich es nicht versäumte den DJs über die Schulter zu schauen, Übergänge zu studieren und zu lernen. Dann kam er endlich, mein großer Moment, der Laden war gut gefüllt und Udo bat mich den nächsten Song zu spielen. Ich zückte Captain Jack aus der discoeigenen Plattensammlung und mixte meinen ersten Song in einer „echten“ Disco. Was für ein Gefühl, ich war wieder geflasht und wusste von nun an genau, was ich wollte: Mehr davon! Das Ganze entwickelte sich relativ rasch und ich wurde mit 16 Jahren zum Resident DJ im Ströh, damals einer der jüngsten in Kiel. Es folgte die normale DJ Entwicklung, von Hochzeiten über Geburtstage bis hin zu Stadtfesten. Ich hatte mich zu dieser Zeit auf keine Musikrichtung festgelegt und war dem Mainstream verfallen. 

Hajo Ruh im Homestudio
Hajo Ruh im Homestudio

Alle guten Flashs sind drei: 1998 – Ich war als Stagehand für eine örtliche Veranstaltungsfirma tätig. Wir fuhren mit unserem Equipment durch Schleswig Holstein und richteten die damalige RSH (Radio Schleswig Holstein) Partytour aus. Auf den Veranstaltungen durfte ich dann zusätzlich zum Aufbau das Warmup für den Haupt-DJ machen, was für ein Gebuckel. Es muss kurz nach der Jahrtausendwende gewesen sein, als uns dann die traurige Botschaft erreichte, dass das Ströh in eine kleinere Location (ohne Disco) umziehen würde. Mir war klar, dass ich was tun musste, ich bewarb mich als DJ in einem der größten Clubs in Kiel, dem MAX. Kurz darauf bekam ich dann sogar die Zusage und durfte als Gast DJ zusammen mit einem der Resident DJs auflegen. Nun war ich endlich in einem „echten“ Club hinter den Turntables, was unumgänglich für den dritten Flash sorgte. Ich habe bei dem Resident DJ scheinbar einen guten Eindruck hinterlassen und so kam es, dass ich bald einer der Resident DJs wurde. Im MAX lernte ich eine Menge DJs kennen, unter anderem Chris Reger, der meinem „Talent“ unter die Arme griff, meine selbstproduzierten Edits spielte und mich letztendlich auch über seine Kontakte ins Radio gebracht hat. Musikalisch wurde ich in dieser Zeit von Sascha Matthes (†2019) auf die Schulbank gesetzt, er zeigte mir Originalversionen von denen ich vorher nichts ahnte. Durch seinen Einfluss wurden mir die Augen zu Funk, Soul & Disco geöffnet. Er war auch derjenige, der mir Anfang 2000 die Möglichkeiten des Digital-Djing zeigte (damals noch mit der ersten Version von Stanton final scratch), bisher war ich nur mit „echtem“ Vinyl oder CD unterwegs. 

N-Joy the 4th Flash: Auch ein großes Kapitel meiner DJ „Karriere“: Die Auftritte und Shows mit und für N-JOY vom NDR. Durch die tollen DJ Kollegen, die ich kennenlernen durfte, ergaben sich immer neue Möglichkeiten aufzulegen. Zum Beispiel Als „Off Air Resident DJ“ für den Norddeutschen Rundfunk. So hieß es dann regelmäßig „N-Joy the Party“ in den Angesagtesten Clubs im Sendegebiet, Live Shows und Warm Up für Jan Delay oder Taio Cruz, Milk & Sugar, Boris Dlugosch, The Disco Boys, Markus Gardeweg oder The Turntablerockers, um nur einige zu nennen. Was für eine Mega geflashte Zeit. 🙂 2009 mixte ich monatlich für die Blank & Jones-Soundfiles Dance auf N-JOY. Zeitgleich ging ich mit der Kieler Hip Hop Combo „Büro am Strand“ on stage und bin sogar auf dem Studioalbum „Frisch gebacken 2013“ zu hören.

Der Flashmix:…ist mein Baby, ich produziere ihn seit 2007, manchmal sogar zweimal im Jahr. Die Auswahl der Songs zieht sich quer durch alles, was mir gefällt, irgendwie groovy ist oder eine schöne Bassline hat. 2020 traf ich beim stöbern auf Mixcloud auf SHAKE!FM, ich hörte den Sender regelmäßig und stellte fest: Das ist genau wie der Flashmix, nur ohne Mix 😉 Ich zögerte ein wenig, doch schließlich schrieb ich Michel an, ob er Interesse an meinem Mix hätte, und siehe da, es hat geklappt. Der erste Flashmix (2021) wurde am 31. Juli 2021 in voller Länge gesendet. Das war mein persönliches, musikalisches Highlight 2021. Zur Zeit bin ich natürlich wieder am suchen und wühlen, entdecken und verwerfen. Es scheint, als ob es dieses Jahr noch einen zweiten Flashmix geben wird.

Mittlerweile wurde es etwas leiser, aber keineswegs schlechter. Wenn es die Umstände zulassen bin ich monatlich im Club (Traum GmbH Kiel) zu hören. Schaut gerne auf meiner Facebook Seite vorbei oder folgt mir auf Instagram. Den Flashmix bekommt Ihr auf Mixcloud und exklusiv auf SHAKE!FM.

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Bleibt dran and keep it Funky

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