SHAKE!FM

Markus “Steini” Steinacker

Von Michel Mertens

PARTY PARTY PARTY… und Skaten: Meine musikalischen Wurzeln.

Markus Steinacker 1

Quelle: Markus Steinacker

Mitte der 90er Jahre: Auf MTV laufen die genialen Musikvideos von Busta Rhymes, P. Diddy, 2PAC und den Black Eyed Peas (Ja, die haben auch mal gute Musik gemacht).

Ich flitze derweil in viel zu breiten Hosen auf Inlineskates durch die Hood, auf der Suche nach neuen Tricks und Tracks: Vom Skatepark in den Plattenladen, von da aus in den Club.

Die Verbindung von Sport, Lifestyle und Musik hat mich so sehr fasziniert, dass ich alles selbst ausprobieren wollte und Leidenschaften entfacht wurden, die bis heute anhalten.

Meine ersten Drehversuche an den Turntables waren erbärmlich, weil (auch) die Technik erbärmlich war: Die alten Dual-Plattenspieler meiner Eltern mussten für erste Mix- und Scratch-Versuche herhalten. Als Slipmats gab es zurechtgeschnittene Küchentücher und da ich nur eine Handvoll Hiphop-Vinyls neben den alten Schallplatten meiner Eltern hatte, hatte ich auch schnell meinen Spitznamen in der Schule sicher: „Märchenplatten-Scratcher“. (Aber es hat funktioniert, weiß selbst noch das Ru.. Ru.. Rumpelstilzchen).

Aber schon nach dem ersten Clubbesuch meines Lebens, mit 17 im STUDIO 672 in Köln, war klar, dass ich mich schnell weiter entwickeln würde, technisch und musikalisch.

Nach dem funky Westcoast-Hiphop entdeckte ich in den Clubs Disco-House, Deep-House und Techno und war jahrelang Stammkunde im Tiefenrausch und Funky Chicken Club in Köln. Den genialen Sound wollte ich in meiner Hood im beschaulichen Leverkusen weiterverbreiten und so kam es, dass ich dutzende Partys selbst veranstaltete: Mal im Wald, mal in einer Alarmanlagen-Fabrik, mal in einer Kirche, mittlerweile auch auf diversen Radiopartys der NRW-Lokalsender.

Über die Musik habe ich viele neue und interessante Menschen kennengelernt und damit neue Stilrichtungen, Labels und Einflüsse erschlossen. Nach HipHop, House und Chill-Out-Downtempo-Lounge kam (durch ein zugestecktes Mixtape eines Kollegen während meiner Animateurszeit in Spanien) Drum and Bass dazu. Zu meinen Lieblingslabels gehören Subliminal, Defected, Salted Music um den genialen Miguel Migs und Hospital Records, um den sensationell lustigen Labelchef Tony Colman aka London Elektricity.

Zu den einschneidendsten Erlebnissen gehört allerdings das Treffen mit Michel Mertens, Mitte der 2000er Jahre, in einer kleinen Lokalradiostation. Schon nach nur wenigen Sätzen merkten wir, musikalisch liegen wir genau auf einer Wellenlänge. Wir lieben Hip Hop, Funk, Soul, House, Drum and Bass, immer mit dem gewissen „Extra-Bums“. Es kam zu abendfüllenden Gesprächen, Ideen und Impulsen für Radio- und Mixshows.

Ich freue mich, diese Tradition hier, auf SHAKE!FM, fortsetzen zu dürfen: Mal funky, mal fluffig, mal deep -und immer „shake-ig“!

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